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Schulchronik

Wilhelm-Busch-Schule Soltau


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Im Sommer 1972 wurde das Gebäude der Schule errichtet. Durch Verzögerungen in der Personalplanung konnte der Schulbetrieb erst am 04.12.1972 aufgenommen werden. Aus der Hermann-Billung-Schule wechselten 82 Fahrschüler in die neue Schule, die Freudenthalschule gab sieben Klassen geschlossen ab. Dazu kamen Fahrschüler aus der aufgelösten Schule Harber und aus Mittelstendorf.

Die Wilhelm-Busch-Schule startete mit insgesamt 451 Schülern in 15 Klassen, darin enthalten eine Vorklasse, die als Schulversuch von der Freudenthalschule übernommen wurde.

Die entsprechenden Lehrkräfte standen zum Zeitpunkt des Unterrichtsbeginnes mitten im Schuljahr nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung. Die Unterrichtsversorgung konnte erst im Sommer 1973 verbessert werden.

Von Anfang an war die zeitgerechte Versorgung der Fahrklassen mit Unterricht ein großes Problem. Lange Zeit wurden die Fahrschüler mit sieben verschiedenen Buslinien zur Schule gebracht. Der Stundenplan konnte nicht immer den pädagogischen Anforderungen genügen, sondern wurde in manchen Teilen vom Busfahrplan bestimmt.

In den folgenden Schuljahren nahm die Anzahl der Schüler noch zu. Die Vorklasse hatte bereits im Sommer 1973 ihre Räume in der Schule Mittelstendorf erhalten. Im Sommer 1976 wurden insgesamt 544 Schüler in 19 Klassen unterrichtet. Neben der Vorklasse wurden zwei weitere Klassen in die Schule Mittelstendorf ausgelagert. In den folgenden Schuljahren nahmen die Schülerzahlen langsam ab, und die Schule erreichte nach und nach die heutige Dreizügigkeit.

1992
musste die Schule in Mittelstendorf für eine Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber geräumt werden. Die Vorklasse, die bis dahin dort ihre Räume hatte, zog nach Wolterdingen in das Gebäude der Kindertagesstätte um.

2002 wurde die Vorklasse geschlossen.

Pädagogische Schwerpunkte in der Entwicklung der Wilhelm-Busch-Schule

Durch die Neueinteilung der Schulbezirke bei Einrichtung der Wilhelm-Busch-Schule gehörten die Schüler aus Stübeckshorn und Tiegen von Anfang an zum Einzugsbereich.

Besondere Anforderungen an Lehrer und Mitschüler stellten die Sozialwaisen aus der Lobetalarbeit Stübeckshorn und Zöglinge des “Füllenhofes” in Tiegen. Die “Füllenhöfer” hatten oft eine lange Laufbahn durch Pflegefamilien und andere Kinderheime hinter sich und stellten sich in den überwiegenden Fällen als erziehungsschwierig heraus. Die Schule hatte meistens nicht ausreichende Mittel, um diese Schüler entsprechend zu fördern.

Anfang der 80er Jahre wurde in Brock eine Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber eingerichtet. Auch diese Kinder gehörten zum Einzugsbereich der Wilhelm-Busch-Schule. Mit der Zeit wurden verschiedene Modelle für die Förderung dieser Schüler erprobt. Zeitweise gab es so zahlreiche Zugänge, dass eine Vorbereitungsklasse eingerichtet werden musste. Hier ging es hauptsächlich um das Erlernen der deutschen Sprache und die Bewältigung des täglichen Lebens. Als bessere Lösung stellte sich jedoch die Integration der Schüler in die altersgemäßen Klassen heraus. Neben der nötigen Binnendifferenzierung in der Klasse versuchte die Schule auch zusätzliche Förderstunden bereitzustellen.

1990 wurde ein Schüler eingeschult, der sich im Laufe des ersten Schuljahres als besonders erziehungsschwierig herausstellte. Da er seine Mitschüler gefährdete, wurde er zeitweise im Einzelunterricht gefördert. Eine Umschulung in eine Sonderschule kam jedoch nicht in Frage, da der Junge einen mehrmaligen Wechsel zwischen seiner Mutter und seinen Pflegeeltern, bzw. späteren Adoptiveltern erlebt hatte.

Im Sommer 1991 wurden aus drei ersten Klassen vier zweite Klassen gebildet, wovon eine der zweiten Klassen als Integrationsklasse eingerichtet wurde, um den erwähnten Schüler aufzunehmen. Die Eltern wurden in mehreren Elternabenden über das Vorhaben unterrichtet und konnten ihre Kinder freiwillig in diese Klasse geben. Die Eltern versprachen sich eine besondere Förderung für alle Schüler, weil eine Sonderschullehrerin zusätzlich mit ihren Stunden als Doppelbesetzung den Kernunterricht abdeckte. Seit dieser Zeit hat die Wilhelm-Busch-Schule immer wieder Integrationsklassen einrichten können, so dass ein Wechsel der Schüler zur Sonderschule nicht mehr nötig war.

Im Sommer 2000 wurde die Wilhelm-Busch-Schule “verlässlich“. Neben der damit guten Unterrichtsversorgung konnten drei Vertretungslehrerinnen und drei Betreuerinnen angestellt werden. Dadurch fiel kaum noch Unterricht aus, im ersten und zweiten Schuljahr konnten sich die Eltern darauf verlassen, dass ihre Kinder auch nach dem Unterricht noch in der Schule bis zu einer bestimmten Zeit betreut wurden.

Über die Jahre hinweg hat die Wilhelm-Busch-Schule immer versucht einen ihrer unterrichtlichen Schwerpunkte im musischen Bereich zu legen. So konnten Musik, Kunst, Textiles Gestalten und Werken in der Regel erteilt werden. Darüber hinaus wurden im dritten und vierten Schuljahr Arbeitsgemeinschaften angeboten. Im Sport blieb es bei nur zwei Wochenstunden, dazu wurde jedoch im Schwimmunterricht der Arbeitsgemeinschaften angestrebt, dass alle Schüler nach dem vierten Schuljahr die Schule als Schwimmer verließen.